Luciano
    Contini
Im didaktischen Konzept Luciano Continis agiert der Lehrer als Katalysator verschiedenster musikalischer Erfahrungen, um seine Studierende zu einem in sich konsequenten Musikverständnis hinzuleiten.

Innerhalb dieses Modells fallen alle Gegensätze zwischen Musikwissenschaftlern und Musikern, Theorie und Praxis, Logik und Emotion: Der Unterricht wird zum Eintauchen in ein Stück. Es werden sowohl innere Zusammenhänge eines Werkes erläutert, als auch seine Stellung innerhalb des Gesamtwerkes des Komponisten, eines Stiles, einer Epoche, bis man eine Tiefe erreicht, die einem erlaubt, das Stück nicht bloß 'aufzuführen', sondern es 'neu zu erschaffen' .

In diesem Unterrichtsmodell werden die Studenten zur Entwicklung jener kritischen und kreativen Fähigkeit geführt, die sie zu reifen und selbständigen Musikern werden lassen wird. Dies geschieht mittels einer Methode, die mehr auf Beispielen (Analyse konkreter Werke) als auf der Verwendung von Lehrbüchern beruht.
Unterrichten war schon immer einen Kernpunkt in L.Continis musikalische Tätigkeit. Die Gründe dafür sind, dass das Lehren zu einem höheren Bewusstsein der eigenen Probleme führt und es dazu eine für ihn sehr intensive, motivierende und zu seiner Persönlichkeit passende Tätigkeit ist.

Dieser im Laufe der letzen Jahre immer bedeutender gewordene Einsatz, hat L.C. zu einer progressiven Reduktion seiner Konzerttätigkeit geführt. Aktuell spielt er nur bei eigenen Projekten, die hauptsächlich die Form vom Vortragskonzerten haben.

Die 2004 erfolgte Ernennung als Universitätsdozent für Historische Musikpraxis und die im März 2005 folgende Bestellung als außerordentlicher Universitätsprofessor an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, waren ein Wendepunkt in seiner Karriere, der eine andere Zeit- und Arbeitseinteilung erforderlich machte.

Er unterrichtet sowohl an der schon genannten Universität für Musik und darstellende Kunst, MDW (seit 1988) als auch an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien, MUK (seit 1996).

©2006-2015 Luciano Contini